Wissenschaffende müssen auf vielfältigen Ebenen mit anderen Foschenden, Experten anderer Fachbereiche, Kollegen und Mitarbeiterinnen, Vorgesetzten, Kooperationspartnern, Politikern, administrativen Kräften und der Öffentlichkeit kommunizieren. Dabei ist es nicht immer einfach, sich auf Sprache und Kenntnisstand des anderen einzustellen und eigene Gedanken so zu formulieren, dass sie beim anderen auch genau so ankommen, wie es intendiert war. Eine unscharfe Kommunikation führt zu Missverständnissen und Konflikten. Den richtigen Ton finden, überzeugen oder sich auch einmal durchsetzen, Verständnis für andere Meinungen und Ausdrucksweisen entwickeln, Körpersprache deuten und einsetzen und vieles mehr sind Fähigkeiten, die sich einüben lassen, um auch im Umgang miteinander Professionalität zu demonstrieren und Erfolge zu erzielen. Lassen Sie sich von diesen Workshopbeispielen inspirieren:

 

 

Kommunikation und Diversität

 

 

Konfliktmanagement
Doktoranden sind oft mit schwierigen Situationen konfrontiert. Konflikte können unter Kollegen, innerhalb von (internationalen) Kooperationen und mit dem Betreuer entstehen. Alle beteiligten Parteien haben zuweilen unterschiedliche Interessen - oder einfach nur einen Kommunikationsstil, den man als herausfordernd empfindet. Dies kann zu einem Motivations- und Produktivitätsverlust von Einzelpersonen und ganzen Teams führen. Konflikte offen anzusprechen ist jedoch nicht einfach: Die Doktoranden könnten sich in einer Abhängigkeitsposition fühlen oder einfach niemanden verärgern wollen. Oder es fehlt ihnen schlicht und einfach das Wissen, wie man Konflikte angeht.

 

Inhalt

In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden praktische Instrumente kennen, die es ihnen ermöglichen, Konflikte anzugehen und konstruktiv mit ihnen umzugehen. Wir werden Konfliktsituationen in Teams, in der (internationalen) Zusammenarbeit und mit Vorgesetzten analysieren und üben, Fragen oder Probleme zwischen zwei oder mehreren Personen zu lösen. Wir werden einen Blick auf individuelle Stile im Umgang mit Konflikten werfen und daran arbeiten, wie auch emotional schwierige Situationen bewältigt werden können.

Die Teilnehmenden können eigene Fälle aus ihrem Arbeitsleben mitbringen. In einer vertrauensvollen Atmosphäre werden sie die Möglichkeit haben, eigene Themen zu diskutieren und die gegenseitige Unterstützung zu erfahren.

 

Lernziele

  • Verstehen, wie Konflikte entstehen und was passiert, wenn sie nicht angegangen werden
  • Wissen, wie Sie Ihre Interessen vertreten und durchsetzen können
  • Konflikte im Team ansprechen und auf eine Lösung hinarbeiten
  • Kommunikationsmittel einsetzen, um konstruktive Gespräche zu erleichtern
  • Bewusstsein dafür entwickeln, wie unterschiedliche (z. B. kulturelle) Hintergründe Konflikte / Kommunikationsstile beeinflussen können.

 

Zielgruppe

Doktoranden und Doktorandinnen

 

Gruppengröße

Max. 12 Personen

 

Methoden

Impulsvorträge, Präsentationen, Gruppen- und Kleingruppenarbeiten, Einzelarbeit, szenische Übungen

 

Dauer

2 Tage
Gender-Codes dechiffrieren
In diesem Workshop geht es um die verschiedenen Kommunikationsstile von Frauen und Männern und die Übertragung dieses Wissens in die Praxis, damit Kommunikation im akademischen Umfeld gut gelingt.

 

Lernziele

  • Kommunikationsstile analysieren
  • Reflexion der eigenen Kommunikation
  • Analyse struktureller Gegebenheiten und Aufbrechen von Mustern
  • Umgang mit Provokationen lernen
  • Selbstbewusstes Auftreten üben

 

Zielgruppe

(Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen, Wissenschaftsmanager*innen

 

Methoden

Theoretischer Impuls, Körperübungen, Simulationen aus der Schauspielpädagogik

 

Dauer

2 Tage

Diverse Teams
Die globalisierte Welt bringt internationale, diverse Teams zusammen, die mehr oder weniger erfolgreich zusammen an Projekten arbeiten und sich Arbeitsplätze teilen. Aufgrund unterschiedlicher Erwartungen und Verhaltensweisen, aber auch aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse, treten in dieser multikulturellen Arbeitswelt immer wieder interkulturelle Konflikte auf, die Unternehmen, Universitäten und Organisationen Nerven, Zeit und Geld kosten.

 
Für den Projekterfolg in der Zusammenarbeit ist es daher wichtig, über die spezifischen Kultureigenschaften Bescheid zu wissen und sich individuell auf die jeweiligen Kooperationspartner oder Kollegen und die Situation einzustellen.

 

Inhalt

Um einen starken Praxisbezug zur Arbeitsebene zu gewährleisten, werden die konkreten Fragen und Beispiele der Teilnehmenden nach Möglichkeit in das Training aufgenommen. Schwerpunkte sind:

 

  • Umgang mit Stereotypen und Klischees
  • Bewusstsein von Eigen- und Fremdwahrnehmung
  • Reflexion eigene kulturelle Werte und Prägung
  • Multikulturelle Teams, Länder und Besonderheiten
  • Kommunikation, Sach- und Personenfokus, Führung, indirekte Kommunikation

 

Lernziele

  • Relevante Kenntnisse über Kultur erwerben.
  • Sensibilität für die kulturelle Bedingtheit von Denken, Wahrnehmen und Handeln schärfen („Intercultural Awareness“)
  • Verhaltensrepertoire für interkulturelle Begegnung und Zusammenarbeit erweitern
  • Erfolgreiche Handlungsstrategien entwickeln

 

Zielgruppe

Promovierende, Postdocs, Mitarbeiter*innen der gesamten Arbeitsgruppe

 

Gruppengröße

Max. 12 Personen

 

Methoden

Impulsvorträge, Präsentationen, Gruppen- und Kleingruppenarbeit, Einzelübungen, Metalog-Tools

 

Dauer

2 Tage

Umgang mit Nähe und Distanz
Wir sprechen gerne von einer „professionellen Distanz“, die im Berufsleben angestrebt wird. Oft wird diese jedoch missverstanden als emotionale Abschottung gegenüber dem Kolleginennen und Kollegen, Mitarbeitenden und Vorgesetzten. Diese Abschottung kostet viel Kraft und kreatives Potenzial.

 
In diesem Seminar lernen Sie mithilfe von Methoden aus der Schauspielpädagogik, wie Sie zwischen Nähe und Distanz variieren können, so dass es für Sie selbst angenehm bleibt. Wir trainieren, wie Sie die eigene Energie führen und die Spannung im Körper loslassen können. So gewinnen Sie „innere Sicherheit“ und haben neue Kapazität für die Sachebene des Gesprächs.

 

Lernziele

  • Professioneller Umgang mit Nähe und Distanz
  • Innerlich sicherer und entspannter durch den Arbeitstag
  • Neue Potenziale für die Inhalte freisetzen

 

Zielgruppe

Wissenschaftler*innen im Bewerbungsverfahren, die sich unsicher fühlen, was sie erwartet, Arbeitsgruppenleiter und -leiterinnen, die entspannter führen wollen

 

Gruppengröße

Max. 6 Personen

 

Methoden

Körperübungen aus der Schauspielpädagogik, Persönlichkeits-Struktur (Biostruktur) nach Structogramm-System, Zürcher Ressourcenmodell (ZRM), Perdekampsche Emotionsmethode, Rollenspiele nach Teilnehmerbeispielen, Impulsvorträge, Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Feedback

 

Dauer

2 Tage, auch als Vertiefungsvariante mit Coachinganteil möglich

Verhandeln
Wissenschaftler*innen verhandeln täglich – auf verschiedenen Ebenen und Hierarchien, innerhalb ihrer eigenen Institution und über deren Grenzen hinaus und auch im privaten Bereich. Verhandlungen finden oftmals in schwierigen Situationen statt, in denen Gefühle verletzt werden können und die Positionen sich so verhärten können, dass eine Lösung oder ein Durchbruch unerreichbar erscheint.

 

Inhalte

Die Teilnehmenden an diesem Workshop werden sich der Bedeutung von Verhandlungen als Grundlage für Veränderungen bewusst. Sie lernen ihren eigenen Verhandlungsstil kennen und lernen, dabei Sicherheit zu gewinnen. Vorbereitung und Durchführung von Verhandlungen werden diskutiert und geübt.

 

Lernziele

  • verschiedene Verhandlungs- und Entscheidungsstrategien besser verstehen
  • wissen, welche Vorgehensweise in einer bestimmten Situation angebracht ist
  • klarer denken, klüger handeln und gezielter in die gewünschte Richtung gehen.

 

Zielgruppe

Nachwuchswissenschaftler*innen und Wissenschaftler*innen, die erfolgreicher verhandeln wollen

 

Methoden

Impulsvorträge, Präsentationen, Gruppen- und Kleingruppenarbeit, Simulationen und Rollenspiele, Einzelübungen, ggf. Videoclips, Metalog-Tools

 

Gruppengröße

Max. 12 Personen

 

Dauer

2 Tage



 
 
© KEPOS 2021 all rights reserved site by bits&pix