Post-Doktoranden

Die Motive, nach Abschluss der Promotion eine Postdoc-Stelle anzutreten, sind sehr unterschiedlich. Neben Nachwuchswissenschaftlern, die sich klar für eine akademische Laufbahn entschieden haben, gibt es viele Postdocs, die eine solche Stelle antreten, weil sie angesprochen werden, weil ihnen die Arbeit Spaß macht oder weil sie nicht so recht wissen, was sie sonst tun sollen.  

Als Postdoc erleben Sie dann, dass Sie nicht nur viel arbeiten und damit wenig Zeit für eigene Selbstreflektion haben, sondern auch, dass Sie mit ihren Fragen zur beruflichen Zukunft alleine sind, ja dass es manchmal sogar verhängnisvoll erscheint, laut über Alternativen nachzudenken. Neidvoll schauen Sie auf die strukturierte Doktorandenausbildung und die Gelegenheit zur Vernetzung zurück und wünschen sich eine systematische Personalentwicklung, die leider noch längst nicht überall selbstverständlich ist.

Umso wichtiger ist es, dass Sie sich über Ihre eigene Situation von Zeit zu Zeit klar werden und sowohl Ihre wissenschaftliche als auch Ihre  persönliche Entwicklung prüfen und realistisch einschätzen. Ein solcher Blick auf den eigenen track record schützt vor Fehl- oder Nichtentscheidungen und bewahrt Sie vor einer beruflichen Sackgasse.

Zentrales Modul des KEPOS Angebots ist daher ein Workshop zur Standortbestimmung. In Kleingruppen hinterfragen wir mit den Teilnehmern ihre bisherige berufliche Entwicklung, erarbeiten ihr Kompetenzprofil und veranschaulichen, welche Schritte gegangen werden müssen, um eine klare Karriereplanung anzugehen. Die Workshop-Ergebnisse werden in Orientierungsberatungen vertieft und festgehalten, so dass die Teilnehmer für sich eine Maßnahmenplanung aufsetzen können. Das Entwickeln realistischer beruflicher Ziele und die Nutzung geeigneter Weiterbildungsangebote sind Bestandteil dieser Planungen.

Vertieft werden diese Ergebnisse in der Wachstumsberatung und in der Möglichkeit, über KEPOS Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu bekommen, die erste Kontaktmöglichkeiten schaffen.